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Schergeräte für Schüttgüter, vor allem das um 1960 vorgestellte Jenike-Schergerät, waren ursprünglich für die Siloauslegung gedacht. Hierzu benötigt man physikalische Größen, die das Fließverhalten eines Schüttgutes hinreichend genau beschreiben. Nur mit sicheren, belastbaren Größen läßt sich genau genug vorhersagen, wie groß z.B. die Auslauföffnung eines Silos sein muß, damit es nicht zu Brückenbildung kommt. Während die ersten Schergeräte recht aufwendig in der Bedienung waren, stehen mit unseren rechnergesteuerten Ringschergeräten Messgeräte zur Verfügung, die neben den Vorteilen der althergebrachten Schergeräte, nämlich die Messung geräteunabhängiger physikalischer Größen, zusätzlich die automatische Durchführung und Auswertung der Messung bieten. So kann mit einem Zeitaufwand des Bedieners von wenigen Minuten eine Messung erfolgen. |
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Diese Kombination von Genauigkeit und Einfachheit der Bedienung hat dazu geführt, daß unsere Ringschergeräte, wie z.B. das RST-XS (s. Bild) in den meisten Fällen als "Pulvertester" oder "Fließfähigkeitsmessgerät" eingesetzt werden. Die Ziele sind dabei unterschiedlich, z.B. Vergleich von Pulvern oder Schüttgütern, Produktoptimierung oder Qualitätskontrolle bei Wareneingang und -ausgang. Dazu gibt es produktspezifische Anwendungen unserer Kunden. |
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| Ringschergerät RST-XS | ||||||
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Im folgenden werden einige Beispiele von Anwendungen und Messergebnissen präsentiert, die Ihnen Ideen zum Einsatz unserer Ringschergeräte vermitteln sollen. Haben Sie Fragen zu einer möglichen Anwendung, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. |
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Beispiel: Ein wichtiger mit einem Ringschergerät zu messender Wert ist die Fließfähigkeit ffc. Die Fließfähigkeit sagt aus, wie leicht ein Pulver oder Schüttgut zum Fließen zu bringen ist. Um so größer der Wert der Fließfähigkeit ffc ist, desto besser fließt das Schüttgut. |
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| Im Bild rechts ist die Fließfähigkeit eines Produktes in Abhängigkeit der Konzentration eines Fließhilfsmittels gezeigt. Der rote Verlauf gibt das Kurzzeitverhalten wieder, dagegen gilt der blaue Verlauf für das Verhalten nach einer Lagerung des Produktes in Ruhe von 22 Stunden (z.B. Lagerung in einem Silo oder Behälter).
Man sieht deutlich, daß die Fließfähigkeit nach der Lagerzeit von 22 Stunden kleiner ist. Das heißt, daß das Produkt einer Zeitverfestigung unterliegt. Man bezeichnet dies auch als "Caking".
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| Die Fließfähigkeit ist sowohl hinsichtlich des Kurzzeitverhaltens als auch nach längerer Lagerzeit bei einer Fließhilfsmittelkonzentration von etwa 0.55 % am größten, d.h. diese Fließhilfsmittelkonzentration führt zum besten Fließverhalten. Eine weitere Zugabe von Fließhilfsmittel verschlechtert das Fließverhalten wieder. | ||||||
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Weitere Anwendungsbeispiele in Kurzform:
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